Energierecht

Energierecht

Ausgleichsenergie

Bilanzierte und abgerechnete Energie, um die Differenz zwischen Ist-Verbrauch und erzeugter Einspeisemengen im Nachhinein finanziell zu decken. Damit soll die exakte Deckung des angefallenen Stromverbrauchs durch Einspeisungen, Produktion und Energieeinkauf an der Börse erreicht werden, um die Netzstabilität und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Bürgerwindpark

Aktive Beteiligung an der Energiewende durch die Bevölkerung. Die angrenzende Region und ihre Bürger beteiligen sich an einem Windpark, sei es finanziell, beim Bau oder Betrieb.

Demand-Side-Management

Steuerung er Nachfrage. Wird der Strom nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums verbraucht, verringert sich dessen Nachfrage.  Via Fernkontrolle können stromverbrauchende Geräte ab- und zugeschaltet werden und der Verbraucher Stromkosten sparen. Die Art der Geräte und die Dauer des Inaktivitätsmodus werden mit dem Verbraucher vertraglich geregelt. Auf diese Weise entstehen Stromreserven, welche auf der Strombörse verkauft werden können.

EEG-Umlage

Differenz aus staatlich geförderten Stromkosten aus erneuerbaren Energien und Erlösen aus dem so erzeugten Strom. Die Differenz wird auf den Letztverbraucher umgelegt. Auf diese Art und Weise werden erneuerbare Energien über den Endverbraucher des Stroms finanziert. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) legt fest, dass Ökostrom garantiert abgenommen wird und mit einem auf 20 Jahre mit einem Festpreis vergütet wird. An der Strombörse bringt der Ökostrom dem Erzeuger meist weniger ein als zugesichert. Die so entstehende Differenz wird aus der EEG-Umlage geschöpft.

Entwicklung der EEG-Umlage
– 2012: 3,592 ct/kWh
– 2013: 5,277 ct/kWh
– 2014: 6,240 ct/kWh
– 2015: 6,170 ct/kWh
– 2016: 6,354 ct/kWh
– 2017: 6,880 ct/kWh
– 2018: 6,792 ct/kWh

Flexibilitätsprämie

Vergütung für Betreiber von Biogasanlagen, die unter bestimmten Voraussetzungen am Marktprämienmodell teilnehmen und ihren Strom direkt an der Strombörse vermarkten. Damit soll er Anteil der steuerbaren Stromproduktion erhöht werden, sodass bei hoher Nachfrage möglichst viel Strom aus regenerativen Energien gespeist wird.

Netzanschlusspunnkt

Verbindungsstelle von Energienetz (Strom oder Wärme) und Netzanschluss des Nutzers, gültig für Erzeuger und Verbraucher gleichermaßen. Der Netzbetreiber zahlt die Kosten bis zum Netzanschlusspunkt, die Kosten von dort bis zum Letzterbraucher bzw. Erzeuger übernimmt der Netznutzer.

Mieterstrom

Als Mieterstrom wird der Strom bezeichnet, der lokal in Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf einem Gebäudedach produziert wird und an die Bewohner dieses Wohngebäudes geliefert wird. Diese Letztverbraucher verbrauchen den Strom somit unmittelbar dezentral vor Ort. Der Strom darf nicht ins öffentliche Versorgungsnetz eingespeist werden.

Ausgleichszahlung

Vom Anlagenbetreiber zu leistende Zahlung eine Behörde, um den Eingriff in den Naturhaushalt zu entschädigen. Die Höhe der Ausgleichszahlung wird länderabhängig festgelegt.

EISMAN (Einspeisemanagement)

Vom Netzbetreiber vorgenommene Abregelung der Stromeinspeisung (z.B. Wechselrichter bei Solaranlagen ausgeschaltet) aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Stromnetz. Diese Zwangsregelung soll das öffentliche Stromnetz vor Überlastungen schützen. Der Anlagenbetreiber erhält eine Entschädigung für den Zeitraum, in dem seine Anlage stillsteht.

Kleinwindkraft

In Deutschlang gibt es bisher keine rechtliche Definition. Das führt zu Uneinigkeit im Rahmen von Genehmigungsverfahren und Schwierigkeiten bei der Realisierung von Projekten.